Während Ihres Aufenthaltes auf dem Agriturismo La Cerra können Sie die nahe gelegenen Stätte von natürlichen, historischen, künstlerischen und archäologischen Interesse besuchen.

In nur 20 Auto-Minuten Entfernung auf Straßen mit wenig Verkehr durch eine malerische Landschaft, die typisch für den Norden Sardiniens ist, erreichen Sie das Meer mit verschiedenen Sandstränden zur Auswahl.

Der Strand von Torre di Vignola ist eine schöne Bucht mit kristallklarem Wasser und feinem weißen Sand. Von dort zu Fuß weiter entlang der Küste auf einem schönen Naturlehrpfad gelangen Sie zu der kleinen Land-Kirche San Silverio mit Blick auf das Meer. Nicht weit von hier liegen die schönen Strände von Monti Russu Lu Littaroni und Naracu Nieddu, wo unangefochten die Natur dominiert. Dieser Küstenabschnitt ist von der Europäischen Gemeinschaft als Gebiet von gemeinschaftlicher Bedeutung anerkannt.

Oder wenn Sie lieber einen Tag der Erkundung des Archipel von La Maddalena und Caprera mit seinen schönen Inseln widmen möchten: 30 Km entfernt von La Cerra liegt die Hafenstadt Palau, wo Sie ein Boot mieten und selbst fahren können oder auch einen Platz auf einem Segelboot, um sich fahren zu lassen, und die wahrhaft zauberhaften Orte wie Cala Corsara auf der Insel Spargi genießen.

Im Hinterland dagegen wartet eine spektakuläre und einzigartige Landschaft darauf, erkundet zu werden: Das Valle dela Luna oder das Valle dei Grandi Sassi in der Nähe von Aggius, etwa 11 Km von La Cerra entfernt.

Das Tal wird durch die Anwesenheit seiner vielfachen, teils bizarr geformten und oft übereinendergeworfenen Granitfelsen geprägt. In Richtung Aggius finden sich tiefe natürliche Unterstände und Höhlen und die alveolären Skulpturen namens „Cuncheddi“, die die Charakteristik des Gebietes ausmachen. In dem schönen Dorf Aggius wird empfohlen das ethnographische Museum MEOC mit der Ausstellung und Werkstatt zur Herstellung von Wollteppichen zu besuchen. In dem kleinen historischen Zentrum kann auch noch das Museum der Banditen besichtigt werden.

Ebenfalls einen Besuch wert sind die tausendjährigen Olivenbäume Santo Baltolu von Caranas, nur wenige Kilometer von Luras entfernt, die sich vor dem Hintergrund des Lago Liscia in einem Umfeld von absolutem Wert erheben. S’Ozzastru, die ältere der beiden alten Bäume, wacht über das verwunschene Tal mit all seiner Pracht: 12 Meter im Umfang und 8 Meter hoch.

Einigen Studien zufolge ist er mit einer Alter zwischen 3.000 und 4.000 Jahren einer der ältesten Bäume in Europa. Im Jahre 1991 wurde dieser „Patriarch der Natur“ zum Naturdenkmal erklärt. Ein paar Meter entfernt steht ein anderer Olivenbaum, mit 2.000 Jahren deutlich „jünger“. Vom künstlerischen und historischen Standpunkt aus betrachtet sind in der Umgebung von La Cerra die Castelli Luogosanto von besonderem Interesse.

Das Castello di Balaiana:

Weniger als drei Kilometer östlich von Luogosanto liegt die Ruine des Castello di Balaiana, das im Auftrag von Alfonso von Aragon im Jahr 1442 zerstört wurde. Die Kontur und die Außenmauern sind von weitem zu erkennen, liegen sie doch auf dem Gipfel des Hügels San Leonardo.

Der Bau der Burg, der um 1050 im Auftrag des Richters Gallura Constantine I Balajana begann, ist sicher eine Arbeit der Pisaner Meister. Die Burg, in alten Chroniken oft erwähnt, war die Residenz des Kurator Balajana. Als Festung gebaut war das Castello vermutlich Wohnsitz der Richter von Olbia (Civita), der Hauptstadt des Gerichtsbezirks. Nicht weit davon entfernt befindet sich die Kirche von San Leonardo, wahrscheinlich die Schlosskapelle. San Leonardo ist ein seltenes Beispiel der spätmittelalterlichen Architektur von Sardinien, die über die Jahrhunderte nicht verändert wurde.

Das Castello di Baldu und die Einsiedelei di San Trano:

Weiter in der Gegend von Balajana, ein wenig mehr als zwei Kilometer von der Stadt Luogosanto entfernt, liegt der Palast der Baldu, dessen Bau aus dem zwölften Jahrhundert stammt. Dazu gehört die Kirche zu Ehren des Martyrers San Stefano. Der Name Baldu geht vermutlich zurück auf Ubaldo Visconti, Sohn von Lamberto und Elena di Gallura, Richter der Gallura von 1212 – 1238. Diesem folgte sein Cousin Giovanni Visconti, der bis zu seinem Tod im Jahre 1275 herrschte, dem Ugolino, genannt Nino di Gallura, bis 1298 folgte. Zu dem Castello und der Kirche gelangt man über die Straße nach Arzachena, nach ca. 2 Kilometern auf der linken Seite.

L’eremo di San Trano:

Die Kirche von San Trano ist sicherlich einer der auffälligsten unter den 22 ländlichen Kirchen im Gebiet Luogosanto. Es steht auf einem Granitfelsen umgeben von mediterraner Macchia, von wo aus man den herrlichen Blick über den Norden der Gallura genießen kann. Die Kirche ist über die Straße nach Arzachena, etwa 1 Km hinter Luogosanto auf der rechten Seite zu erreichen.

Die Kirche von San Trano wurde um 1230 erbaut und beherbergt einen in einen Tafone („durchlöcherter Stein“ – Verwitterungsform) eingebetteten Altar aus Granit. Die heiligen Trano und Niccolò waren Eremiten aus dem späten vierten Jahrhundert, die sich für ein entbehrungsreiches Leben in Granithöhlen und Schluchten entschieden. Ihre sterblichen Überreste wurden erst im Jahre 1227 gefunden. An diesem heiligen Ort (daher der Name Luogosanto des 2 Km entfernten Dorfes) wurde ihnen zu Ehren eine kleine Kirche auf einem großen Granit-Monolith erbaut.

In Tempio, der alten Hauptstadt der Gallura, auf Grund ihrer charakteristischen, freistehenden Granitgebäude „die Stadt aus Stein“ genannt, ist die Kathedrale San Pietro Apostolo von besonderem Interesse. Als Oratorium im dreizehnten Jahrhundert gegründet und zwischen 700 und 800 erheblich erweitert, zeigt sie im Inneren zwei Holzaltäre aus dem achtzehnten Jahrhundert. In der Mitte des Gewölbes findet sich ein exquisites Gemälde des Schutzpatrones San Pietro, gemalta von Paglietti aus dem Jahre 1907. Die Erweiterungsarbeiten der Kathedrale wurden im Jahre 1827 abgeschlossen. Im selben Jahr wurde der Bogen im mittelalterlichen Stil gebaut.

Oratorio del Rosario

Erbaut in der gleichen Zeit des Oratoriums des Heiligen Apostels Petrus zeigt das Oratorio del Rosario Verzierungen im romanischen Stil und im Inneren einen kostbaren Altar aus Holz aus dem siebten Jahrhundert. In der Nähe, wahrscheinlich aus der romanischen Epoche, stand ein Tempel zu Ehren der Zwillinge Castor und Pollux, Beschützer der beiden Garnisonen zur Verteidigung der Stadt. Diese Garnisonen wurden damals zu Ehren der Halbgötter „Gemellae“ genannt.

Für die Liebhaber der Archäologie indessen und von besonderem Interesse ist die Tomba del Gigante Pascaredda am Fuße des Monte Limbara im Inneren eines Korkeichenwaldes. Dieses Grabmal ist ein typisches Beispiel für die Bestattungskultur der Nuraghen. Das „Grab der Riesen“ ist Teil einer Gemeinschaftsgrabanlage in Form eines Stierkopfes, einem wichtigen Symbol der die Toten schützenden Gottheit. Das Grab liegt in einem Gelände von besonderem archäologischen Interesse und dateiert auf 1500 v. Chr. und wurde aus Granit gebaut.

In Richtung Arzachena können Sie das Grab der Giganten der Coddu Vecchiu besichtigen. Dieses nuraghische Grab ist besonders alt: Es wird auf das Jahr 2500 v.Chr. datiert. Das Grab Coddu Vecchiu ist eines der best erhaltenen Gräber in der Gegend. In der Nähe liegt der Nuraghe La Prisgiona, vielleicht der einzige Nuraghe klassischen Typs in der Gallura, auf einem Hügel über der Ebene von Arzachena. Im Inneren des Gebäudes, im Hof, befindet sich ein sieben Meter tiefer Brunnen, der die Bewohner mit Wasser versorgte und sicherlich der Grund für die Erbauung des Nuraghen an dieser Stelle war. Untersuchungen der Oberflächen des Geländes erlaubten die Datierung der Zeit der Nuragher auf Mitte des zweiten Jahrtausends v.Chr.

Ein weiteres wichtiges Nuraghe bei Tempio ist das Nuraghe Majori. Mit 498 Meter über Null hatte dieser Nuraghe eine wichtige Kontrollfunktion über weite Teile des vom Monte Limbara und den Bergen Aggius eingeschlossenen typischen Geländes der Gallura.

In etwa zehn Minuten Entfernung von unserem Hof la Cerra befindet sich das Dolmen von Luras, von den Bewohnern „Sepulturas de zigantes o de paladinos“ genannt. Die Dolmen (aus dem Bretonischen: Steintisch) wurden im fünften Fahrtausend v.Chr. für gemeinsame Bestattungen und als Kultstätte erbaut. Es sind die wichtigen megalithischen Grabdenkmäler der Jungsteinzeit, die ein signifikantes Beispiel für eine der größten Konzentrationen dieser Bestattungen in Sardinien darstellen. Im Bereich der Luras gibt es deren vier: l’Allèe couverte di Ladas, die Dolmen einfacher Struktur von Alzoledda, Ciuledda und Billella.